Alles über Tagesgeld, Tagesgeldzinsen und Tagesgeldbanken

Das Tagesgeldkonto hat das herkömmliche Sparbuch längst überholt. Wie beim Sparbuch auch ist das Kapital jederzeit verfügbar. Es muss nicht darauf geachtet werden, dass das Konto einen Habensaldo hat, denn auch ein Saldo von “0″ Euro führt nicht zur Auflösung des Kontos. Anders als beim Sparbuch ist das Zinssatz, der höher ist und sich meist an dem Ein-Monats-Euribor orientiert. Dabei wird üblicherweise der Zinssatz zum 16. eines Monats an das aktuelle Marktzinsniveau angepasst.

Zwar ist das Kapital bei einem Tagesgeldkonto immer verfügbar, doch ist ein derartiges Konto kein Konto, über das die üblichen Bankgeschäfte laufen können. So ist es bei vielen Banken nicht möglich vom Tagesgeldkonto Bargeld direkt abzuheben. Der gewünschte Betrag muss erst vom Tagesgeldkonto auf das Girokonto übertragen werden und steht dann zur Verfügung. Allerdings gibt es auch bei einigen Banken im Sparkassenverband das Park + Ride Konto, das ein Tagesgeldkonto ist von dem man auch Bargeld abheben kann. Allerdings ist das nicht die Regel, sondern die Ausnahme.

Der Tagesgeldzinssatz  differiert von Bank zu Bank. So bieten einige Banken das Tagesgeldkonto mit einem Zinssatz von 0,6 % an und andere bieten gar 4,00 %. Die Banken brauchen frische Kunden und so wird sogar mit Startguthaben geworben. Ob das dann das ideale Tagesgeldkonto für Sie persönlich ist, das haben Sie selbst zu entscheiden. Wichtig ist, dass Sie sich ausführlich über die Konditionen informieren und auch die AGBs nicht außer Acht lassen. Vor allen Dingen das Kleingedruckte enthält meist Passagen, die für den Kunden oft nicht hinzunehmen sind, aber leider vom Kunden vor der Unterschrift nicht gelesen wurden.

Die Zinsen für Tagesgeldkonten werden in der Regel vierteljährlich abgerechnet und dem Konto gutgeschrieben. Der aktuelle durchschnittliche Zinssatz beläuft sich derzeit auf 2 % und ist niedriger als der für Festgeldkonten. Das resultiert daraus, dass das Kapital auf dem Tagesgeldkonto jederzeit vom Kunden abrufbar ist und die Bank nicht über lange Zeit damit arbeiten kann. Sollten viele Kunden von ihren Tagesgeldkonten Gelder abrufen, muss sich die Bank teurere Kredite im Interbankenverkehr beschaffen.

Für Banken sind Tagesgeldkonten eine unsichere Anlagemöglichkeit der Kunden, für Kunden ist es eine sichere Geldanlage. Die Banken bieten trotzdem Tagesgeldkonten an. Man geht nicht davon aus, dass viele Kunden ihr Kapital von den Tagesgeldkonten gleichzeitig abziehen und die Bank mit dem Geld auch noch ein paar Tage später arbeiten kann. Das Tagesgeldkonto hat den Vorteil, dass der Kunde immer über sein Geld verfügen kann und nicht an lange Laufzeiten gebunden ist.

Der Tagesgeld Zins wird in der Regel zum Quartalsende dem Konto gutgeschrieben. Einige Banken rechnen auch jährlich bzw. monatlich ab. Dabei sind die Zinsgutschriften, die monatlich abgerechnet werden meist etwas niedriger als die, die quartalsmäßig bzw. jährlich oder halbjährlich abgerechnet werden. Dabei ist erwähnenswert, dass z. B. bei einer vierteljährlichen Zinsberechnung auch die bereits aufgelaufenen Zinsen mit verzinst werden, sodass sich der Zinsertrag aus den Zinsen von Kapital und Zinsen zusammensetzt.